BILD: Angst vor der "PIIGS"-Pleite

Die so genannten PIIGS-Staaten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien stehen bei deutschen Banken mit 535 Mrd. Euro in der Kreide, berichtet die BILD. Allein der Zusammenbruch Griechenlands wäre demnach schlimmer als die Pleite der Lehman Brothers. Eine andere US-Bank hat den Griechen in den vergangenen Jahren bei ihrer aufwändigen Defizit-Kosmetik geholfen.

"Der Service, den die Wall-Street-Banker maroden Volkswirtschaften wie der griechischen anboten, war ein ganz besonderer. Die Finanzmagier aus New York brachten Schulden einfach zum Verschwinden. Mit einem Trick, der jedem Hütchenspieler zur Ehre gereichen würde - aber völlig legal war. Ihre Dienste, die zu den Faktoren des Finanzdesasters zählen, vor dem die Europäische Union nun steht, ließ sich Goldman Sachs ordentlich bezahlen: 300 Millionen Dollar habe Griechenland bis 2009 an das Bankhaus abgeführt, berichtet die 'New York Times'."

Mit Hilfe eines Cross-Currency-Swaps erhielten die Griechen laut SPIEGEL einen verdeckten Kredit, der sie noch teuer zu stehen kommen dürfte. Und nicht nur sie. Neben zahlreichen deutschen Banken drohen offenbar auch einigen Versicherern heftige Verluste, denn sie haben kräftig in griechische Staatsanleihen investiert.

Die BILD-Zeitung präsentiert als Lösung, was derzeit von den meisten Politikern gefordert wird: mehr Regulierung - bis hin zu einem Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone. Über die tiefer liegenden Ursachen des Zwangs zu Verschuldung und Wachstum ist bei BILD, SPIEGEL & Co. leider nichts zu lesen, dafür aber auf INWO.de!