Bisher existiert das Ende der Schuldenhaushalte nur auf dem Papier. Selbst in Deutschland, auf der Grundlage ständig steigender Steuereinnahmen, werden Jahr für Jahr lediglich weniger neue Schulden aufgenommen. Die absolute Schuldenmenge wird aller Voraussicht nach auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Zum „Sparer“ wird der deutsche Staat in 100 Jahren nicht. Dennoch sieht sich der IWF gefordert, <link http: www.handelsblatt.com politik konjunktur nachrichten deutschland-bericht-iwf-warnt-merkel-vor-zu-striktem-sparkurs external-link-new-window external link in new>„vor einer zu strikten Sparpolitik“ in Deutschland zu warnen. Die Regierung „sollte eine Übererfüllung der Haushaltsziele unbedingt vermieden“, lautet die Botschaft der IWF-Chefin Lagarde.
Sorge bereitet dem Währungsfond zurecht, dass weltweit nicht ausreichend investiert wird um ausreichend vielen Menschen einen Auskommen sichernden Arbeitsplatz zu gewährleisten. Um dieser bedrohlichen Entwicklung entgegenzuwirken sind zwei Maßnahmen notwendig:
1. Es müssen Anreiz geschaffen werden um die weltweit im Übermaß vorhandenen Liquidität wieder stärker in reale Investitionen zu lenken und
2. Die Kapitalkosten müssen auf breiter Front weiter sinken, um mehr Spielraum für höhere und zusätzliche Löhne zu schaffen.
Die Ausweitung der staatlichen Verschuldung führt zu steigenden Zinssätzen, der Zunahme der Geldvermögen sowie wachsender Kapitalbelastung und ist von daher kontraproduktiv.
Klaus Willemsen, 04.06.2013
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