„Es wird so viel vererbt wie noch nie. Doch nur einige wenige aus der angeblichen "Erbengeneration" profitieren“, leitet Wolfgang Gründinger seinem Beitrag auf <link http: www.zeit.de gesellschaft erbschaften-steuer-generationen-soli external-link-new-window external link in new>ZEIT.de über die Erbengeneration ein. Der vorhandene Reichtum ist schier unermesslich und könnte dazu beitragen die sozialen Probleme unserer Gesellschaft zu beheben. „Dennoch erben wir keine schöne heile Welt. Wir spüren die Probleme nur noch nicht, die sich dafür umso massiver zusammenballen.“
Der Autor zählt Kosten auf, die zulasten der Allgemeinheit die Vermögen mehren: „Die Bankenrettung kostete den deutschen Staat bisher rund 300 Milliarden“ und „allein die Zinsen kosten uns derzeit über 60 Milliarden Euro, Jahr für Jahr.“ „Irgendjemand muss das bezahlen.“ Dabei sind die 60 Milliarden Zinslasten nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Die gesamten Zinseinnahmen der Vermögenden betragen derzeit in Deutschland weit über 200 Mrd. Euro. Dies sind Einnahmen, für die die Bezieher nicht arbeiten und kein Risiko eingehen. Diese Einnahmen verdanken sie lediglich unserer überlieferten, fehlerhaften Geldordnung. Der Autor verlangt höhere Steuern auf die Erbschaft: „Denn schließlich haben die Erben dafür nicht gearbeitet und verdanken den Reichtum nur der Gnade ihrer Geburt.“ Konsequenterweise sollte man diesen Gedanken auch auf die Zinseinkommen übertragen.
Klaus Willemsen, 14.06.2013
Verwendete Quelle:
<link http: www.zeit.de gesellschaft erbschaften-steuer-generationen-soli>www.zeit.de/gesellschaft/2013-06/erbschaften-steuer-generationen-soli
