Ibisch und Schmidt unterscheiden zwischen drei Kategorien...
1. Ersetzen von quantitativem Wachstum durch qualitatives Wachstum
2. Nullwachstum, z. B. "Steady-State Economy"
3. Schrumpfung oder Kontraktion
...und kommen zu dem Schluss, dass zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung ein globaler Schrumpfungsprozess genau das Richtige wäre. Bei der konkreten Ausgestaltung beziehen sich die Autoren auf Paechs "Post-Wachstumsökonomie".
"Niko Paech skizziert eine Post-Wachstumsökonomie als eine Mixtur aus Umverteilung, der Trennung vom gegenwärtigen Geld- und Zinssystem, Innovationsorientierung und globaler Fremdversorgung. Es müsste eine Balance zwischen Eigen- und Fremdversorgung innerhalb regionaler Wirtschaftskreisläufe erreicht werden, welche weniger einkommens- bzw. geld- und damit auch wachstumsabhängig wären. Dazu gehörte auch eine mit einem gegen Null tendierenden Zinsniveau ausgestatte Währung nach dem Vorbild vieler bestehender Regionalwährungen, die eine Akkumulation von Kapital mangels Anreiz verhindert."
Nötig sei die Entwicklung realistischer Szenarien, um "im Sinne einer grundlegenden und präventiven Daseinsfürsorge Politiker und Gesellschaft dazu zu bringen, endlich das Wohlergehen heutiger und zukünftiger Generationen als Ausgangspunkt für alle Entscheidungen zu machen." Dafür brauche man eine fundamental reformierte Politik, die sich auf Wissenschaft und Ethik bezieht anstatt sich von "Wirtschaftsweisen" und kurzfristig denkende Lobbyisten leiten zu lassen, so die Autoren.
Mit ihrem Konzept fließenden Geldes kann die INWO dazu einen wesentlichen Beitrag leisten; ebenso wie für die dringend notwendige grundlegende Analyse des Wachstumszwangs!

