Für <link http: www.heise.de tp blogs external-link-new-window external link in new>Telepolis greift dieser Kommentar enttäuschend zu kurz. Selbstverständlich kann man etlichen der aufgezählten Zusammenhänge zustimmen. Die Gefahren von Rassismus und Intoleranz in Zeiten wirtschaftlicher Not liegen auf der Hand. Das stereotypische Anprangern hilft jedoch nicht weiter, solange man bei der Analyse der Ursachen die Scheuklappen aufbehält. Bereits die falsche Fragestellung führt die Leser in die Irre.
Die Ursache der Massenarbeitslosigkeit und der Ruin öffentlicher Haushalte liegen in der, über Jahrzehnte hinweg, verfehlten Geld- und Bodenpolitik. Die Gefahren der exponentiellen Zunahme von Geldvermögen und Schulden werden gerade auch von linken Ökonomen seit Jahrzehnten ignoriert oder sogar bewusst ausgeklammert. Und selbst bei der Frage nach einer nachhaltigen Bodenordnung halten sich Ökonomen und linke Politiker sehr bedeckt. Die Zuspitzung der Krisen und die Verarmung der Masse der Bevölkerung ist ein langer kontinuierlicher Prozess.
Der Versuch, öffentliche Kassen zu konsolidieren, musste scheitern, solange man die dem zu Grunde liegende Geldordnung ignoriert. Dieses Bemühen, und die dafür verantwortlichen Politiker an den Pranger zu stellen, ist jedoch ein Irrweg. Diese falsche Analyse gilt es aufzudecken und zu korrigieren. Andernfalls werden sich, wie in den zwanziger und dreißiger Jahren, Menschen die Köpfe einschlagen ohne dabei aber der Lösung der ökonomischen Probleme näher zu kommen.
Geld und Boden sind so zu organisieren, dass sie den Menschen dienen anstatt wenige reich und den Rest arm zu machen. Geld muss dienen statt zu polarisieren. Die Massenarbeitslosigkeit kann nur mit der Geldproblematik gelöst werden. Und nur so kann eine Gesellschaft friedlich und tolerant werden beziehungsweise bleiben.
Wie dies erreicht werden kann erörtern die Referenten bei der Essener <link http: www.perspektiventagung.de>Perspektiventagung. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie, Herr Nowak, dabei sein können.
Klaus Willemsen, 26.2.2013
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