Wie schon in den Vorjahren haben aktuell mehrere Notenbanken beschlossen die Märkte mit weiterem Geld zu überfluten. Allen voran versucht die japanische Notenbank mit dem Mittel der Geldschwemme den Wechselkurs des Yen zu drücken. Auf diese Weise soll der Export japanischer Waren angekurbelt werden. Die Entwertung der Währung zur Stützung der Börsenkurse, zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft oder zur Entlastung überschuldeter Staatshaushalten ist letztlich ein Pyrrhussieg. Die vermeintlichen Erfolge sind wertlos, wenn der Preis die Zerrüttung der Währung, und damit die Enteignung aller Sparer, Arbeiter und Rentner ist.
Die Notwendigkeit neues Geld zu drucken entspringt dem Umstand, dass die vorhandene Liquidität nicht in ausreichendem Maße in die Märkte drängt. Statt immer mehr Geld in den Umlauf zu bringen, müssen die Notenbanken die Umlaufgeschwindigkeit der bestehenden Liquidität stabilisieren. Durch eine Gebühr auf die Zurückhaltung von Liquidität kann man mehr als genug Geld in den Wirtschaftskreislauf bringen.
Billiges Geld kann die Wirtschaft, soweit nötig, stabilisieren, entlastet Staaten und Bürger und ermöglicht eine inflationsfreie Währung.
W.P., 14.02.2013
Verwendete Quelle:
Neue Zürcher Zeitung, Finanzjahr 2012/13, Internationale Ausgabe,
Freitag 4. Januar 2013
