So beschreibt er in dem <link www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/walter-direkt-geldsysteme-sind-kein-naturgesetz/6659180.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">Handelsblatt Interview </link>den so genannten Zinseszins-Effekt wie folgt: „Werden wie allgemein üblich Zinsen auf Zinsen gezahlt oder berechnet, dann wachsen Geldvermögen und Schulden exponentiell. Ein Beispiel: Bei einem Zinssatz von 5 Prozent verdoppelt sich eine Schuld (ohne Tilgung) oder ein Geldvermögen (ohne Entnahme) innerhalb von knapp 15 Jahren. … Das heißt, die mit Zinseszins berechneten Geldbeträge wachsen im Zeitablauf immer schneller. Sie verdoppeln sich dadurch in immer kürzeren Zeiträumen. Anders als normale Bäume können Finanzbäume also in den Himmel wachsen. … Irgendwann führt dieser Effekt zu einem Kollaps eines jeden Finanzsystems.“
Dieser Absatz könnte so aus dem „Geldsyndrom“ von Helmut Creutz oder von der Homepage der INWO stammen. Und als wolle Herr Walter die Freude des Autors über das Interview noch steigern, findet sich der Schlusssatz aus allen meinen Seminaren wörtlich in diesem Interview wieder: „Geldsysteme sind kein Naturgesetz, sie können von Menschen geschaffen und verändert werden.“
Herbert Walter ist bei weitem nicht die erste Führungskraft, die deutlich ihre Zustimmung zu zentralen Thesen der INWO äußert. Etliche unserer Aussagen sind mathematisch logisch und nicht zu widerlegen. Leider wird dies von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nur sehr selten oder ungern eingeräumt und dann auch öffentlich dokumentiert. Für die Arbeit der INWO ist die Einschätzung dieses aktiven Bankfachmanns eine überaus erfreuliche und Mut machende Entwicklung. Zitat: „Heute ist klar erkennbar, in welche Richtung Reformen gehen müssen. Das ungezügelte Schuldenwachstum muss gebremst und das Auseinanderlaufen von der monetären Welt und der realen Wirtschaft nachhaltig korrigiert werden. Wie sagte es doch Albert Einstein: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, es werde sich etwas ändern.“
Sehr geehrter Herr Walter, wir stimmen ihnen uneingeschränkt zu und würden uns freuen, Sie als Mitglied der INWO an unserer Seite begrüßen zu dürfen.
"Herbert Walter, 58, führte von 2003 bis 2009 die Dresdner Bank. Vorher war er bei der Deutschen Bank weltweit für Privat- und Geschäftskunden verantwortlich. Heute arbeitet Walter als selbständiger Berater. Unternehmerisch engagiert er sich beim Finanzportal <link www.whofinance.de _blank>WhoFinance.de</link>."
Klaus Willemsen, 24.05.2012
Der Autor ist freier Referent der <link www.INWO.de>Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung</link> e.V.
Verwendete Quelle:
Handelsblatt vom 22.05.2012
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