„Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's hat Investoren mit einem falschen Rating in die Irre geführt… Die Ratingagentur muss nun Schadenersatz zahlen“, schreibt das <link http: www.handelsblatt.com finanzen recht-steuern urteile-entscheidungen gerichtsurteil-sundp-muss-fuer-falsches-rating-zahlen external-link-new-window external link in new>Handelsblatt. Einige australische Gemeinden haben mit Finanzprodukten, die mit AAA als sehr sicher bewertet waren, 90 Prozent ihres Investments verloren. Dafür muss die Agentur nun Schadensersatz zahlen. Überraschend an dem Urteil ist, dass es überraschend ist. Wieso können große Institutionen wie Ratingagenturen und Banken ihre Kunden hinters Licht führen, ohne dafür selbstverständlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Diese Praxis ist modernes Raubrittertum.
Doch nicht nur mächtige Konzerne, sondern auch einzelne Manager und Politiker fällen immer öfters Entscheidungen, ohne sich um deren Folgen zu kümmern. Das Prinzip der direkten Haftung für eine Entscheidung wird immer öfters umgangen. Mit gefährlichen Folgen für unsere Gesellschaft. „Die Entscheidung des australischen Bundesgerichts dürfte weltweite Auswirkungen haben, am meisten womöglich in Europa und den USA, sagte der Anwalt der Gemeinden, Piper Alderman. Ratingagenturen könnten sich nicht länger hinter einem Haftungsausschluss verstecken.“
Klaus Willemsen, 7.11.2012
Verwendete Quelle:
<link http: www.handelsblatt.com finanzen recht-steuern urteile-entscheidungen gerichtsurteil-sundp-muss-fuer-falsches-rating-zahlen>www.handelsblatt.com/ vom 7.11.2012
siehe auch:"S&P haftet für seine AAA-Ratings"
<link http: kompakt.handelsblatt-service.com ff>kompakt.handelsblatt-service.com/ff/aktuelle_ausgabe.php
