„Die <link http: www.caritas-europa.org module filelib caritascrisisreport_web.pdf external-link-new-window external link in new>Caritas-Studie macht für die Verarmung der Kinder vor allem die Sparprogramme verantwortlich“, berichtet das Nachrichtenportalen <link http: www.heise.de tp blogs external-link-new-window external link in new>TELEPOLIS. Dieser Zusammenhang ist ganz offensichtlich und doch in seiner Konsequenz gefährlich ungenau. Selbstverständlich haben die Sparprogramme zur Rettung öffentlicher Haushalte verheerende Auswirkungen auf Kinder und viele andere Bürger. Die Zunahme der Kinderarmut beschränkt sich jedoch nicht auf einige überschuldete Krisenstaaten, wie auch die Caritas weiß.
Kinderarmut nimmt in Deutschland, in Europa und weltweit zu. Kinderarmut und Armut im allgemeinen nehmen in dem Maße zu, wie sich Einkommen und Vermögen zu Gunsten der Kapitaleinkünfte verschieben. Die zunehmende Verarmung und wachsende Polarisierung in allen Staaten kann nur gestoppt werden, wenn man die Ursachen behebt: Die rasant wachsenden Kapitaleinkünfte durch Zins, Dividenden und Bodenerträge.
Die Politik müsste „geeignete Maßnahmen ergreifen, mit der Krise umzugehen“, <link http: www.caritas-europa.org code en>kritisieren die Autoren die bisherige Krisenpolitik. Höhere Steuern und mehr soziale Leistungen für Bedürftige sind im Einzelfall kurzfristig unvermeidbar. Caritas Europa muss mit seinen Forderungen aber weiter gehen. Solange sich die Geldvermögen alle 10-15 Jahre verdoppeln, wird die ärmere Hälfte der Bevölkerung immer stärker in ihrer Existenz bedroht. Heute beklagt man die Lage der Kinder, morgen spricht man über die Obdachlosen und die nächste Studie beschreibt das Leid der Erwerbslosen. Die Ursachen der Verwerfungen liegen in unserem instabilen Finanzsystem. „Von einer stabilen, der Realwirtschaft dienenden Finanzwirtschaft sind wir weiter entfernt denn je“, sagt der renomierte Ökonom Prof. Max Otte der FAIRCONOMY. An diesem Punkt gilt es einzusetzen.
Die Auflösung gesellschaftlicher Widersprüche ist möglich. Am 15. und 16. März analysieren namhaften Experten und Politiker im Rahmen der Perspektiventagung-Essen die Konstruktionsfehler der jetzigen Geld- und Wirtschaftsordnung. Die Akteure stellen Impulse für den notwendigen gesellschaftlichen Wandel vor. In vier Foren stellen unter anderem die Professoren Max Otte, Thomas Huth, Dirk Löhr und Johann Walter, der Regierungspräsident a.D., Jürgen Büssow, der Präsident des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz, Detlef Wendt, und Christian Gelleri vom Regiogeldverband ihre Forderungen zur Diskussion.
Veranstalter sind die Sozialwissenschaftliche Gesellschaft (SG), das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) die Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung (INWO) und die Volkshochschule Essen. Die Perspektiventagung findet im Gebäude der VHS Essen statt. Das Programm und Anmeldeinformationen finden Sie unter <link http: www.perspektiventagung.de>www.perspektiventagung.de.
Klaus Willemsen, 16.03.2013
Der Autor ist freier Referent der <link http: www.inwo.de>Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V.
Verwendete Quellen:
<link http: www.caritas-europa.org module filelib caritascrisisreport_web.pdf>www.heise.de/tp/blogs/8/153747
in <link http: www.inwo.de fairconomy inhaltsverzeichnis-der-fairconomy-42012>Fairconomy 4/2012
www.caritas-europa.org/module/FileLib/CaritasCrisisReport_web.pdf
