Was wir gerade erleben, ist keineswegs die Umsetzung freiwirtschaftlicher Ideen, sondern es sind die "Notlösungen" einer verfehlten Geldpolitik, die jahrzehntelang eine vor allem zinsbedingte Selbstalimentierung der Geldvermögen zugelassen hat und nun die Kapitalmassen nicht mehr im Griff hat. Der heute von der EZB beschlossene negative Einlagenzins könnte allerdings doch dazu dienen, einen überfälligen Paradigmenwechsel einzuläuten, wenn nicht nur die von den Banken gehorteten Zentralbankgeldbestände in den Blick genommen würden, sondern die - mengenmäßig eigentlich relevanten - gehorteten Zahlungsmittel der Bankkunden. Es sollte dabei nicht um eine Bestrafung der Sparer gehen, sondern um eine Gebühr auf Liquidität, die allen Spekulanten ihr Spiel verderben würde. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.INWO.de
Der Kommentar bezieht sich auf den Beitrag <link http: www.spiegel.de wirtschaft soziales wie-das-ende-der-zinsen-den-kapitalismus-veraendert-a-883444.html>Folgen der Geldschwemme auf SPIEGEL-online und ist im dortigen Gästebuch erschienen.
