Noch reichere Reiche als vermutet

Die reichsten 0,1 % der US-Bevölkerung besitzen 23,5 % des Gesamtvermögens der Amerikaner, empört sich das Handelsblatt. Ein Teil dieses Reichtums wird sogar steuersparend versteckt, liest man dort. Wie die Bürger ganz alltäglich über Pacht, Mietkosten und Zinsen gemolken werden, wird dabei jedoch nicht thematisiert.

<link http: www.handelsblatt.com finanzen vorsorge-versicherung altersvorsorge-sparen mehr-milliardaere-die-unendlich-reichen-werden-noch-reicher-seite-all>„Das reichste Prozent der Weltbevölkerung ist noch reicher als gedacht. Neue Zahlen zeigen, dass Milliardäre bei Umfragen bewusst tief stapeln. Ein weiteres Geheimnis: Mit viel Geld kann man viel Geld verstecken.“

Das Überraschende an dieser Feststellung von Handelsblatt-online ist, dass man diese Erkenntnis bisher als "Geheimnis" scheinbar nicht wahrgenommen hat.

Für das Handelsblatt auch weiterhin ein Geheimnis ist der Umstand, dass man Geld vor allem mit Geld und Besitz generieren kann. Die Autoren versuchen nach wie vor den Eindruck zu erwecken, sagenhafter Reichtum basiere vor allem auf solider Arbeit erfolgreicher Menschen.

Liebe Handelsblatt-Redaktion,

es ist weder ein Geheimnis noch überraschend, dass es mehr Milliardäre gibt als sich öffentlich zu erkennen geben. Ihre Aufgabe in diesem Zusammenhang wäre es festzustellen, wie vielen dieser Milliardäre bereits ein Vermögen in die Wiege gelegt wurde. Wie viel Vermögen basiert auf ererbtem Grundbesitz, auf vererbten Patenten und auf der Macht eines Clans oder der Familiendynastie?

Gerne erzählen Sie uns von den Ausnahmen einzelner Emporkömmlinge. Bitte schreiben Sie mehr darüber, wie viel Besitz und Macht vererbt werden und wie viele Vermögen über Zinseinnahmen und Bodenerträge ohne Arbeit und Leistung entstehen.

Klaus Willemsen, 12.08.2014

Verwendete Quelle:
www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/altersvorsorge-sparen/mehr-milliardaere-die-unendlich-reichen-werden-noch-reicher-seite-all/10315946-all.html