Die ARD-Autoren und -Korrespondenten nehmen bei der Beschreibung der Situation kaum ein Blatt vor den Mund. <link http: www.tagesschau.de ausland schottland-289.html>»Im 19. Jahrhundert vertrieben Gutsherren die meisten Bewohner von der schottischen Insel Harris«, beschreiben sie das "Landgrabbing". An anderer Stelle betonen sie, dass die meisten chinesischen Milliardäre ihr Vermögen durch Bodenspekulation und Bodenschätze erlangt haben. Auch wird immer wieder thematisiert, wie Menschen in Afrika, Asien, Chicago und allen anderen Gegenden der Erde ihren Grundbesitz an Finanzinvestoren verlieren.
Die derzeit in Schottland mit absoluter Mehrheit regierende SNP möchte eine Bodenreform für das ganze Land durchführen. Die SNP ist separatistisch, linksliberal, ökologisch orientiert und derzeit die größte Partei Schottlands. Und folgt man dem Beitrag von Frank Jahn und Jens-Peter Marquardt aus dem ARD-Studio London, plant sie nicht, die Großgrundbesitzer zu enteignen. Man will ihnen aber ihr Land wegnehmen und sie mit Geld entschädigen. Warum?
Die Erde gehört allen Menschen und gewählte Parlamente sollten sie, im Sinne aller, verwalten. Jeder Quadratmeter Land kann demokratisch legitimiert mit einer Abgabe belegt werden, die pro Kopf der Bevölkerung an alle Einwohner zurückverteilt wird. Wer keinen oder wenig Grundbesitz hat, profitiert und bezieht so eine Art Grundeinkommen. Wer sehr viel mehr Grundbesitz als der Durchschnitt hat, muss aus dem Ertrag des Landes an die Allgemeinheit abgeben. Wenn sich dies für den Grundbesitzer nicht rentiert, kann er Land verkaufen. Boden, den Gemeinden erwerben, können sie dann in Erbpacht der aktiven Bevölkerung überlassen. Eine pragmatische, sprich für die öffentliche Hand finanzierbare, Lösung in dieser Art wäre ein Vorbild und ein Zeichen der Hoffnung für Millionen Menschen in der Welt.
Klaus Willemsen, 19.3.2015
Verwendete Quelle:
www.tagesschau.de/ausland/schottland-289.html
<link https: de.wikipedia.org wiki scottish_national_party>de.wikipedia.org/wiki/Scottish_National_Party
