Die Unterdrückung der Chinesen wird nur so lange gut gehen, wie ein ausreichend hohes Wirtschaftswachstum auch den Verlierern zumindest geringfügigen Zugewinn gewährleistet. Noch halten viele Menschen still, in der Hoffnung, dass ihre materiellen Lebensumstände sich besser werden. Doch wie in allen kapitalistischen Volkswirtschaften kommt diese Entwicklung zu einem Ende. Schon heute wächst der Reichtum viel schneller als das Sozialprodukt. Dies bekommt nach den Wanderarbeitern nun auch der Mittelstand zu spüren. Die Führung kann wählen zwischen hohen Zinsen, die das Wachstum bremsen oder niedrigen Zinsen, die zur Inflation führen. Am Ende beider Entwicklungen steht die Verarmung der Masse von Menschen. Mehrere 100 Millionen Bauern, Bürger und Arbeiter müssen dann gewaltsam unterdrückt werde. Dies kann nicht gut gehen.
Dringender als jede andere Volkswirtschaft der Welt braucht China ein nachhaltig funktionierendes Wirtschaftssystem, das eine Abkehr vom exponentiellen Wachstum ermöglicht. Der <link http: www.spiegel.de spiegel print d-82612680.html external-link-new-window external link in new>SPIEGEL-Beitrag kommt zu dem Resümee: „Es helfen weder Geld noch Gewalt“. Leider verweigert sich sein Blatt bisher einer konstruktiven Diskussion über die monetären Ursachen dieser Entwicklungen.
Wenn sich die chinesische kommunistische Partei nicht bald für eine Geld- und Bodenreform entscheidet, wird China schreckliche innere Unruhen erleben. Der Welt drohen militärische Konflikte, mit der Diktaturen seit jeher versuchen, von ungelösten sozialen Fragen abzulenken. Um es mit den Worten von Silvio Gesell auszudrücken: <link http: www.sozialoekonomie.de external-link-new-window external link in new>Reichtum und Armut gehören nicht in einen geordneten Staat.
Klaus Willemsen, 29. Dezember 2011
