Nachdem die SPD seit den 1980´er Jahren die Bodenproblematik weitgehend ignoriert hat, wird nun ein zentrales Politikfeld neu besetzt. Laut Gothe geht es um die grundsätzliche Änderung der Liegenschaftspolitik in Berlin. Mit dem Erbpachtrecht behält das Land langfristig Einfluss darauf, was auf den Grundstücken geschieht, wird Gothe zitiert.
Die private Abschöpfung des Bodenertrags zu Lasten von Mietern, Konsumenten und Steuerzahlern war Sozialdemokraten die längste Zeit ihres Bestehens ein Dorn im Auge. Dass man den Boden, als Quelle der Umverteilung und Ursache für gesellschaftliche Destabilisierung aus der Agenda geschmissen hat, führte zum Glaubwürdigkeits- und Machtverlust der SPD. Die Vorschläge der Bodenreformer sind nicht neu, aber sie zeigen moderne Wege zu einem stabilen Gemeinwesen. Ich freue mich zu lesen, dass ein führender Sozialdemokrat mit den Worten zitiert wird: "Es ist an der Zeit, dieses Modell auszuprobieren".
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12.06.2011, Klaus Willemsen
