Gejammer über niedrige Zinsen

Die Zinsgutschriften der Lebensversicherungen fallen seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Ursache ist der starke Rückgang der Kapitalmarktzinsen. Die Verantwortlichen der Versicherungsbranche macht dies zunehmend nervös. Auf allen Kanälen warnen sie vor negativen Auswirkungen eines anhaltend niedrigen Zinsniveaus. Vollkommen unberücksichtigt bleibt in dem Schwall von Unkenrufen ein Hinweis darauf, dass auch eine stabile, tatsächlich inflationsfreie Währung eine solide Lösung bieten würde.

„<link http: www.handelsblatt.com finanzen vorsorge-versicherung ratgeber-hintergrund tool-der-woche-die-zinsnoete-der-lebensversicherer>Die niedrigen Renditen von Anleihen und Zinspapieren sorgen für große Ängste in der Branche. Drei Viertel der Befragten sehen das andauernde, historische Zinstief als eine 'große Bedrohung' für die Lebensversicherer an“, schreibt das Handelsblatt. Zu wenig berücksichtigt werden in diesem Zusammenhang die hohen Gewinnausschüttungen der Aktiengesellschaften und vor allem die Tatsache, dass die geringen Zinseinnahmen einhergehen mit einer noch geringeren Inflationsrate. Wenn es einen Grund zur Sorge gibt, dann den, dass die Inflation die geringen Renditen und womöglich den Bestand der Ersparnisse fressen könnte.

Hand in Hand schüren Versicherungsbranche und Fachpresse bei den Bürgern Ängste. „<link http: www.handelsblatt.com finanzen vorsorge-versicherung ratgeber-hintergrund tool-der-woche-die-zinsnoete-der-lebensversicherer>Für die Kunden sind die Aussichten düster. Mehr als 95 Prozent der Befragten halten eine weitere Kürzung des Garantiezinses für wahrscheinlich. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hatte bereits eine Absenkung des Höchstrechnungszinses von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent ab 2015 empfohlen.“ Anstatt jedoch niedrige Kapitalmarktzinssätze zu beklagen, sollte die Branche darauf verweisen, dass ein so niedriges Zinsniveau eine wirklich dauerhaft inflationsfreie Währung braucht.

Die Angst der Fachleute resultiert aus ihrem Wissen, das die Notenbanker Währungsstabilität bei einer Inflationsrate von 2 % definieren. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. 2 % Inflation sind bei Zins- und Wachstumsraten nahe Null inakzeptabel. Langfristige Ersparnisse würden entwertet. Rücklagen fürs Alter und für zukünftige Investitionen oder die Risikovorsorge wären unattraktiv. Aus diesem Grund sind die Ängste der Versicherer berechtigt. Der Ausweg ist jedoch nicht in steigenden Kapitalmarktzinsen zu finden. Der Preis hierfür wäre für alle Beteiligten zu hoch. Auch die Kunden der Lebensversicherungen profitieren von einer stabileren wirtschaftlichen Entwicklung durch niedrige Zinslasten.

Der Ausweg aus dem Dilemma ist eine Währung, die auch bei Zins- und Inflationsraten um null funktioniert, Ersparnisse dauerhaft erhält und Zugewinne durch Arbeit und Leistung und immer weniger durch Zinstransfers absichert.

Klaus Willemsen, 25.02.2014

Verwendete Quelle:
<link http: www.handelsblatt.com finanzen vorsorge-versicherung ratgeber-hintergrund tool-der-woche-die-zinsnoete-der-lebensversicherer>www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/ratgeber-hintergrund/tool-der-woche-die-zinsnoete-der-lebensversicherer/9504562.html

Siehe dazu auch:
<link http: www.inwo.de medienspiegel als-gaebe-es-kein-morgen>www.inwo.de/medienspiegel/als-gaebe-es-kein-morgen/62974a979e0970dbc6b7dda9d184c3a1/