Allen voran schreitet die japanische Zentralbank. „Binnen zwei Jahren soll die Basisgeldmenge Japans von 135 Billionen Yen (eine Billion Euro) auf 270 Billionen Yen verdoppelt werden. Keine andere Notenbank erhöht so hemmungslos die Geldmenge“, schreibt <link http: www.sueddeutsche.de wirtschaft japans-kampf-mit-der-deflation-geldschwemme-gegen-staatsschulden-1.1641472 external-link-new-window external link in new>süddeutsche de. Der Grund hierfür ist die seit 20 Jahren anhaltende Deflation. In deren Verlauf ist die Umschlaggeschwindigkeit des Yen von vier auf nur noch eins gesunken. Die daraus resultierende Verringerung der Transaktionen versucht man -weitgehend vergeblich- durch die Vergrößerung der Geldmenge zu kompensieren. Interessant daran ist, dass dieses, offensichtlich zum Scheitern verurteilte Vorgehen, von anderen Notenbanken kopiert wird. Die US amerikanische Fed „steht bereit, weiter sinkende Inflationsraten oder gar eine drohende Deflation mit der Notenpresse zu bekämpfen“, schreibt das Handelsblatt diese Woche. Mit dem zusätzlichen und möglichst billigen Geld soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Mehr Geld und günstigere Kredite, so die Hoffnung, schaffen zusätzliche Kaufkraft, Beschäftigung und höhere Steuereinnahmen.
Sowohl die süddeutsche.de als auch das Handelsblatt beschreiben die massiven Gefahren der Leitzinssenkungen und der ungehemmten Geldmengenausweitung. Beide Publikationen lassen jedoch einen Hinweis darauf vermissen, dass eine Gebühr auf das Zurückhalten von Geld einen möglichen Ausweg bietet. Gebühren auf die Liquidität könnten die Zinsstruktur wieder optimieren und so der Hortung entgegenwirken.
Klaus Willemsen, 07.05.2013
Verwendete Quellen:
<link http: www.sueddeutsche.de wirtschaft japans-kampf-mit-der-deflation-geldschwemme-gegen-staatsschulden-1.1641472>www.sueddeutsche.de/wirtschaft/japans-kampf-mit-der-deflation-geldschwemme-gegen-staatsschulden-1.1641472
Handelsblatt: „Fed bringt Notenpresse gegen Deflation in Stellung“, 2.5.2013, S.29
