„Die Idee klingt verrückt: Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, empfiehlt Griechenland die Einführung einer Parallelwährung. Anstelle einer Rückkehr zur Drachme solle der klamme Staat eine Art Neben-Euro einführen." (<link www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenkrise-griechenlands-alternativen-zum-euro/70040596.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">FTD,22.05.2012</link>) Welche Aufgabe diese Parallelwährung erfüllen kann und welche Kriterien sie erfüllen sollte, darüber gibt es unterschiedliche Konzepte. Vorgestellt werden die Ausgabe von Schuldscheinen, eine doppelte Kontoführung und ein Expressgeld als Konjunkturhilfe. Letzteres ist im Kern eine umlaufgesicherte Währung, bei der durch eine Gebühr die Hortung verhindert wird. Die Autorin des FTD-Artikels, <link www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenkrise-griechenlands-alternativen-zum-euro/70040596.html Schäder</link>, schreibt dazu: „Das Konzept des Expressgeldes entspricht der Regiogeld-Idee. Hier geht es nicht um eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands durch eine abgewertete Parallelwährung, sondern um eine Stimulierung der Wirtschaft durch einen sogenannten Umlaufimpuls. Die Initiatoren des Aufrufs "<link fairconomy.blogspot.de/2012/03/expressgeld-statt-euroaustritt.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">Expressgeld statt Euroaustritt</link>", Christian Gelleri und Thomas Mayer (ein Namensvetter des Deutsche-Bank-Chefvolkswirts), gehören zu den Geburtshelfern der Regionalwährung "<link www.chiemgauer.info - external-link-new-window "Opens external link in new window">Chiemgauer</link>".
Aus der Sicht der Fairconomy ist dieser Beitrag eine kleine Sensation. Seit Jahren bietet der Chiemgauer einen idealen Feldversuch für die Optimierung einer Währung. Mit der Vorstellung dieses Projektes hat nun auch die zweite große deutsche Wirtschaftszeitung ihren Beitrag dazu getan, die Idee der Umlaufsicherung in die Diskussion um die Stabilisierung unserer Währung zu tragen. Es ist zu hoffen, dass dieser Beitrag von vielen Ökonomen gelesen und in deren Forschung aufgegriffen wird.
Klaus Willemsen, 23.05.2012
Der Autor ist freier Referent der <link www.INWO.de>Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung</link> e.V.
Verwendete Quelle:
FTD-online:
<link www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenkrise-griechenlands-alternativen-zum-euro/70040596.html>http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenkrise-griechenlands-alternativen-zum-euro/70040596.html</link>
