<link www1.wdr.de/radio/wdr5/index.html _blank external-link-new-window>"Konstruktiver Journalismus will Lösungen aufzeigen, statt nur Probleme zu beschreiben."</link> Der Journalist und Studiogast Fritz Lietsch geht noch einen Schritt weiter: "Wir wollen nach Lösungen suchen", um Mut zu machen. Genau das sei dringend notwendig, denn immer mehr Menschen verweigern sich der aktuellen Nachrichtenkultur. Die Flut der Negativberichte erzeugt einen Rückzug ins Private. Ein Trend übrigens, der alles andere als neu ist.
Der Fokus auf die positiven Meldungen ist jedoch eine Gratwanderung. Es geht nicht darum, Probleme auszublenden, sondern mit einer qualifizierten Analyse Lösungsperspektiven zu eröffnen. Doch dazu muss der Journalist bereit sein, scheinbar Selbstverständliches in Frage zu stellen. Und es muss ihm erlaubt sein, Position zu beziehen. In einem Umfeld, das von Werbeanzeigen abhängig ist, stößt man dabei schnell an Grenzen.
Fritz Lietsch nennt dafür ein Beispiel: <link www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/fritz-lietsch-100.html _blank external-link-new-window>"Einfache Lösungen bringen oft weniger Profit und bekommen daher weniger Öffentlichkeit"</link>. Je größer das Auto, desto größer der Profit und desto größer der Medien- und Werbeaufwand. Ein Auto nicht zu kaufen und stattdessen das Fahrrad zu fahren, ist weniger spektakulär, als den SUV mit 200 km/h in ein Stauende zu steuern. Müll vermeiden erzeugt weniger Profit und Lobby als Verpackungsberge. Konzepte zur Verkehrsvermeidung sind bestenfalls interessant, nutzen aber wenig, wenn die Autoindustrie jährlich wachsen soll.
Ebenso wie Kriegsvermeidung weniger Wachstum erzeugt als Rüstungsgeschäfte. Abrüstung funktioniert erst, wenn Rüstungsprodukte nicht mehr das lukrativste Geschäft aller Zeiten sind. Diese Zusammenhänge sollte man kommunizieren. Ersetzen kann solche Einsicht die täglichen Bilder vom Krieg und den spektakulären Verkehrsunfällen aber nicht.
Lesen Sie auch <link www.inwo.de/medienkommentare/zivilgesellschaft-versus-lobbymacht/ _top external-link-new-window>»Zivilgesellschaft versus Lobbymacht«</link>, <link www.inwo.de/typo3/www.geldreform.eu/stabile-waehrung-durch-haltegebuehr-auf-geld/ _blank external-link-new-window>»Stabile Währung durch Haltegebühr auf Geld«</link> und <link www.grundsteuerreform.net _blank external-link-new-window>»Grundsteuer: Zeitgemäß!«</link>
Klaus Willemsen, 5.6.2018
Verwendete Quellen:
<link "typo3/ www1.wdr.de/radio/wdr5/index.html">https://www1.wdr.de/radio/wdr5/index.html</link>
www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/fritz-lietsch-100.html
www.inwo.de/medienkommentare/zivilgesellschaft-versus-lobbymacht/
www.geldreform.eu/stabile-waehrung-durch-haltegebuehr-auf-geld/
www.grundsteuerreform.net
