Die Konsumenten haben durchaus verstanden, dass ein Kauf sehr kostspielig werden kann, wenn man über Jahre hinweg einen Haufen Geld für Zinsen drauflegen muss. Der Wunsch nach einer fairen Finanzierung ist groß - und damit auch die Werbewirksamkeit eines solchen Slogans.
Renault beispielsweise wirbt in ganzseitigen Anzeigen mit <link https: www.renault.de top-angebote scenic-top-angebote.html _blank external-link-new-window>»0 % Finanzierung ... nach Anzahlung von 2530 € ... 24 Monate Laufzeit, eff. Jahreszins 0 %, Sollzinssatz (gebunden) 0 %«. Der Trick: mit 23 monatlichen Raten à 149 € werden lediglich 3.427 Euro abbezahlt. Mit der letzten Rate von 11.474 € werden dann, nach zwei Jahren, zwei Drittel des Kaufpreises fällig. Wer dann auch diesen "Restbetrag" auf Kredit und in Raten abbezahlen muss, riskiert ein böses Erwachen. Der Zinssatz für den Anschlusskredit kann dann leicht bei 5 %, also 50 € monatlich mehr, liegen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Anschlusskredite in zwei Jahren noch deutlich teurer sind. Schnell ist der Kunde wieder in die Zinsfalle geraten.
Das Damoklesschwert steigender Zinssätze und die davon ausgehenden individuellen und gesellschaftlichen Bedrohungen sind vermeidbar. Lesen Sie dazu bitte auch <link http: www.geldreform.eu stabile-waehrung-durch-haltegebuehr-auf-geld _top external-link-new-window>»Stabile Währung durch Haltegebühr auf Geld« und <link http: www.inwo.de medienkommentare null-zinsen-und-die-zukunftsangst-der-deutschen _top external-link-new-window>»Null Zinsen und die Zukunftsangst der deutschen«.
Klaus Willemsen, 15.3.2017
Verwendete Quellen:
www.renault.de/top-angebote/scenic-top-angebote.html
www.inwo.de/medienkommentare/null-zinsen-und-die-zukunftsangst-der-deutschen/
www.geldreform.eu/stabile-waehrung-durch-haltegebuehr-auf-geld/
