„<link http: www.rp-online.de leben ratgeber verbraucher bundesregierung-will-verbraucher-vor-teuren-dispokrediten-schuetzen-aid-1.4020151>Obwohl das Zinsniveau historisch niedrig ist, müssen Bankkunden für einen Dispokredit weiter Zinsen von acht bis fast 14 Prozent bezahlen. Die Koalition will ab Herbst ein Gesetz beraten“, schreibt A. Gruhn am 9.2. in der Rheinischen Post. Diese Diskrepanz scheint ein Indiz für die Gier der Banken zu sein. Ein gefundenes Fressen für Politiker, die „dem Volke gerne aufs Maul schauen“. Doch die scheinbar offensichtliche Empörung ist unberechtigt. Der Dispokredit verursacht Kosten und er ist in aller Regel vermeidbar. Der Internet Finanz-Ratgeber „finanzfrage.net“ beschreibt den Grund für die hohen Kosten nüchtern: „<link http: www.finanzfrage.net frage wieso-sind-dispokredite-noch-so-teuer-wenn-zinsen-so-fallen>Dispokredite sind unbesichert - also blanko ohne Sicherheiten - und können flexibel in Anspruch genommen und zurück gezahlt werden. Das ist auch schon die einfache und simple Erklärung.“
Der Stiftung Warentest reichte dies als Erklärung nicht. Sie geht davon aus, dass die Geschäftsbanken Dispokredite sehr günstig refinanzieren können und deswegen diese niedrigen Preise auch an die Kunden weitergeben sollten. Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu im August 2013: „<link http: www.sueddeutsche.de bayern dispokredite-in-bayern-teuer-und-riskant-1.1752724>Dieses schnell geborgte Geld lassen sich Banken und Sparkassen von ihren Kunden teuer bezahlen - zu teuer, hat die Stiftung Warentest in dieser Woche in einer deutschlandweiten Studie veröffentlicht und heftig kritisiert, für die sie die Zinsen von knapp 1600 Banken erfasst hat. Die Geldhäuser seien "Abzocker", wirft die Stiftung Warentest ihnen vor. Denn obwohl sich die Banken selbst ihr Geld auf dem Markt gerade aufgrund der niedrigen Zinsen so günstig beschaffen können wie nie, kassieren deutschlandweit mehr als 100 Kreditinstitute mehr als 13 Prozent Zinsen für die Dispositionskredite. Sie selbst können sich derzeit bei der Europäischen Zentralbank Geld für 0,5 Prozent Zinsen leihen - und geben dieses für einen vielfachen Zinssatz an ihre Kunden weiter.“ In diesem Punkt hat sich die Stiftung Warentest jedoch verrannt. Der Preis entsteht durch das Risiko und den hohen Verwaltungsaufwand, und nicht durch das Angebot.
Helfen können den Schuldnern niedrige Kreditzinsen und geregelte Laufzeiten. Eine hohe Belastung bei den Dispozinsen verlangt eine Umschichtung und Neuordnung der Schulden. Verbindliche Beratungen und Angebote in dieser Richtung, wie sie der Gesetzgeber erwägt, sind daher zu begrüßen. Auch eine kritische Position zum generellen Zinsmechanismus – oder anders ausgedrückt: eine Befürwortung der Sicherstellung eines dauerhaften Null-Zins-Niveaus – von Seiten der Verbraucherzentralen wäre sehr wünschenswert. Ein Eingriff in die Preisstruktur ist an dieser Stelle wertlos.
Klaus Willemsen, 27.2.2014
Verwendete Quellen:
<link http: www.rp-online.de leben ratgeber verbraucher bundesregierung-will-verbraucher-vor-teuren-dispokrediten-schuetzen-aid-1.4020151>www.rp-online.de/leben/ratgeber/verbraucher/bundesregierung-will-verbraucher-vor-teuren-dispokrediten-schuetzen-aid-1.4020151
<link http: www.finanzfrage.net frage wieso-sind-dispokredite-noch-so-teuer-wenn-zinsen-so-fallen>www.finanzfrage.net/frage/wieso-sind-dispokredite-noch-so-teuer-wenn-zinsen-so-fallen
<link http: www.sueddeutsche.de bayern dispokredite-in-bayern-teuer-und-riskant-1.1752724>www.sueddeutsche.de/bayern/dispokredite-in-bayern-teuer-und-riskant-1.1752724
