"Man muss misstrauisch werden, wenn Geld, das Armut bekämpfen soll, das Interesse der Finanzmärkte erregt. Plötzlich steht dann nur noch der Profit im Vordergrund. Mit dem Geld kommt der Zins und damit der Wachstumszwang. (...) Geld ist eben mehr als nur ein Tauschmittel - es ist ein Werkzeug, was brutal zurückschlagen kann. Geld funktioniert zu gut."
Strigel, Autor und Regisseur des Films "Der Schein trügt", berichtet von ethnologischen Studien mit dem Volk der !Kung in der Kalahari in Namibia und Botswana, die zeigen würden, dass Geld aus einer Gesellschaft "jeder für jeden" ein "jeder für sich" machen kann. In seiner Dokumentation beschreibt Strigel die Banco Palmas, die Mikrokredite in einer lokal erschaffenen Währung vergeben hat.
Die Kombination von Regionalwährungen und Mikrokrediten werde auch durch den brasilianischen Staat unterstützt, zum Beispiel vom Staatssekretär für solidarische Ökonomie, Paul Singer. Zu Wort kommt auch Bernard Lietaer. Der ehemalige Zentralbanker, Spekulant und Mitbegründer des Euro spricht sich für eine ganze Reihe komplementärer Währungen aus: "für jedes spezielle Problem eine eigene Währung".
