Sind wir nicht alle ein bisschen Griechenland? Alle Staatskassen sind so hoch verschuldet, dass diese Schulden nie zurück gezahlt werden können. Das sollen sie aber auch gar nicht. Es reicht den Gläubigern, dass die Zinsen bedient werden. Damit haben sie quasi ein Perpetuum Mobile in Händen. Dass diese Zinsen meist durch Aufnahme neuer Schulden bezahlt werden, sorgt sowohl auf Seiten der Schuldner wie der Gläubiger für Wachstum.
Dieses Spiel ist aber davon abhängig, dass der Schuldner, obwohl er nach landläufiger Einschätzung eigentlich pleite ist, weiterhin Kredit bekommt. Bekommt er den nicht mehr, muss er Insolvenz anmelden und aus dem Spiel aussteigen. Das ist dumm für ihn, aber auch für seine Gläubiger, weshalb alle so tun, als sei alles gut, damit das Spiel weiter gehen kann. Finanzmathematisch könnte man sich so dem Unendlichen nähern – da die Finanzmärkte jedoch immer noch mit der Realwirtschaft zusammen hängen, kommt es wegen der dort geltenden Endlichkeit zu massiven Problemen.
Es wird also dringend Zeit, dass wir für weitere Wachstumsschübe einen anderen Planeten mit ebenso unintelligenten Lebewesen entdecken.
