Der Kommentar von Dorothee Krings ist so lesenswert, dass ich ihn gerne Satz für Satz an dieser Stelle zitieren würde, was mir aus presserechtlichen Gründen jedoch nicht möglich ist. Bitte lesen Sie ihn daher unbedingt auf <link http: nachrichten.rp-online.de politik kolumne-gesellschaftskunde-warum-zufriedenheit-es-heute-schwer-hat-1.3300579 external-link-new-window external link in new>RP-online.
In einer Gesellschaft, deren Wirtschaftssystem auf permanentes Wachstum angewiesen ist, wird Zufriedenheit des Einzelnen zum "Gift für die Konsumsbereitschaft". Frau Krings beschreibt erfrischend einfach und überzeugend, warum selbst jene, die genügend haben um entspannt leben zu können, getrieben sind von innerer Unruhe und Unzufriedenheit.
Ganz besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass die Autorin nicht dem allgemeinen Zeitgeist anheim fällt, die Gier des Individuums als Motor des Wachstumswahnsinns zu deuten. Im Gegensatz zu einigen derzeit populären Buchautoren erkennt sie, dass es der Bedarf des Systems ist, der das Individuum treibt. „Wenn deren Bedarf nicht mehr ausreicht, wird künstlicher geschaffen." Die Gier der Menschen ist eben nicht der Motor der Zerstörungswut, sondern das Produkt erfolgreicher Werbekampagnen.
Klaus Willemsen, 06.04.2013
Verwendete Quelle:
Rheinische Post und <link http: nachrichten.rp-online.de politik kolumne-gesellschaftskunde-warum-zufriedenheit-es-heute-schwer-hat-1.3300579>nachrichten.rp-online.de/politik/kolumne-gesellschaftskunde-warum-zufriedenheit-es-heute-schwer-hat-1.3300579
