In der Ausgabe „DIE ZEIT“ vom 16. April 2014 heißt es in einem von Anne-Sophie Lang verfassten mehrspaltigen Beitrag „<link http: www.zeit.de zinseszinseffekt-exponentialfunktion _blank>Da hilft nur ein Taschenrechner“, bereits in der Überschrift: „Der Zinseszins entfaltet erst mit der Zeit seine Wirkung. Dumm nur, dass wir nicht exponentiell denken können“.
Auslöser dieses Zins- und Zinseszins-bezogenen Beitrags sind die Erkenntnisse des Finanzmarktforschers Rüdiger von Nitzsch, dass der Mensch in seiner Entwicklung nicht mit exponentiellen Prozessen vertraut gemacht worden sei, was er dann mit einigen Rechenbeispielen belegt. Vor allem mit der bekannten Schachbrett-Geschichte mit den Reiskörnern, deren Menge - sich 64 mal von Feld zu Feld verdoppelnd - auf der ganzen Welt nicht vorhanden ist. - Berechnungen, die im Zeitalter der Taschenrechner eigentlich keine Schwierigkeiten mehr machen sollten.
Erfreulich, dass dieser Bericht dann am 23. April, in einem fast halbseitigen Artikel in der Tageszeitung „Die Welt“, unter der Überschrift ergänzt wird:
„<link http: www.welt.de print die_welt finanzen article127204933 darum-werden-die-reichen-immer-reicher.html _blank>Darum werden die Reichen immer reicher“
In diesem Beitrag, verfasst von Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz, wird ausführlich über „Das neue Buch des französischen Starökonomen Thomas Piketty“ berichtet, das – lt. Überschrift - „weltweit für Furore“ sorgt und “den Kapitalismus so klar wie nie“ erklärt. - Laut Artikel ist dieses Buch, „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, vor allem in den USA gefeiert und sogar auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds weitergereicht worden.
Wie weiter angeführt, wird in diesem Buch - „das Ergebnis einer 15-jährigen Datenrecherche“ - auch „die Geschichte von Einkommen und Wohlstand“ und vor allem das Thema „Wohlstand und Einkommensverteilung“ behandelt:
„Seine Formel ist einfach: Weil in der Regel die Kapitalerträge höher sind als das Wachstum der Volkswirtschaft, ist Ungleichheit keine versehentliche Begleiterscheinung des Kapitalismus, sondern eine zwangsläufige Konsequenz“, beschreiben die Verfasser des Artikels diese Gegebenheiten und weiter: „Auch der ganz normale Sparer gewinnt eine fundamentale Erkenntnis. Er kommt schneller durch Kapitalanlage zu Reichtum als durch harte Arbeit“.
Erfreulicherweise wird aber auch erwähnt, dass dabei nur die oberen zehn Prozent wohlhabend werden und die „Geschichte des Tellerwäschers, der sich zum Millionär hocharbeitet“ durch das Buch entzaubert wird. - Konkret: „Die Kapitalbesitzer bekommen seit einigen Jahrzehnten immer größere Stücke vom Kuchen des Sozialprodukts – die Lohnquote fällt weltweit.“
Also Erfahrungen, die sich auch in Europa immer deutlicher abzeichnen, vor allem in den südlichen Ländern! - Man kann nur hoffen, dass dieses Buch, „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, welches ja erfreulicherweise endlich einmal die Zins-bezogenen Ansätze der Geldreformbewegung aufgreift, bald auch in deutsch erscheint.
Helmut Creutz
April 2014
Quelle:
<link http: www.helmut-creutz.de aktuelles.htm>www.helmut-creutz.de/aktuelles.htm
www.zeit.de/2014/17/zinseszinseffekt-exponentialfunktion
www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article127204933/Darum-werden-die-Reichen-immer-reicher.html
