BZ: Leserbrief zu Steuersenkungen und Schuldenbremse

Einen Leserbrief von FAIRCONOMY-Autor Josef Hüwe hat die überregionale Berliner Zeitung veröffentlicht. Darin geht es um das fatale Versprechen niedriger Steuern bei dramatisch wachsender Schulden- und Zinslast des Staates.

"Die meisten Bürger halten Steuersenkungen für falsch, weil sie die Gefahr der wachsenden Staatsverschuldung spüren, die mittel- bis langfristig zu einem Staatsbankrott oder zu einer Hyperinflation zwecks Beseitigung des Schuldenberges zu führen droht. Die Geschichte zeigt viele Beispiele für solche Entwicklungen. 2010 sollen bis zu 100 Milliarden Euro dazukommen. Es werden neue Schulden gemacht, um die Zinsen für vorhandene bezahlen zu können. Schulden und Zinslasten wachsen weiter. Finanzminister Schäuble bezeichnete die vorgesehene Schuldenbremse als ein 'sehr ehrgeiziges Ziel'. Das kann darauf hindeuten: Er glaubt nicht, dass sie funktioniert. Dies ganz gewiss nicht, wenn die Einnahmen nicht deutlich steigen, so durch höhere Erbschafts- und Grundsteuern und eine neue Vermögenssteuer." (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der ursprünglichen Fassung des ersten Satzes)

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