Der Erfinder des rostenden Geldes

„Es ist an der Zeit, über Gesells Ideen nachzudenken.“ Zum 150. Geburtstag des Ökonomen Silvio Gesell gibt es ein erfreuliches Medienecho. Daraus möchten wir das Interview mit Werner Onken in der ZEIT und den Artikel von Norbert Häring im Handelsblatt hervorheben. Beide Beiträge erläutern die Notwendigkeit des umlaufgesicherten Geldes und stellen Gesells Bedeutung als Gründer einer eigenständigen ökonomischen Schule dar.

„Der Mann ist eine der schillerndsten Figuren der Volkswirtschaftslehre: Ein Autodidakt, der nie eine Universität besuchte, aber eine eigene wissenschaftliche Denkschule etablierte. Ein Kaufmann, dessen ökonomische Theorien führende Volkswirte wie John Maynard Keynes, Irving Fisher und der Nobelpreisträger Maurice Allais in hohen Tönen lobten“, schreibt das <link www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/silvio-gesell-der-erfinder-des-rostenden-geldes/6330904.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">Handelsblatt</link>. Der Autor beschreibt präzise die Analyse Gesells und seinen Ansatz. Es geht bei Gesell um die Verhinderung der Blockierung der Zahlungsmittel: „Bargeld, das man nicht benutzt, sollte automatisch an Kaufkraft verlieren.“ „Gesell wollte das Problem an der Wurzel packen.“

Im <link www.zeit.de/2012/12/Interview-Onken/seite-1 - external-link-new-window "Opens external link in new window">ZEIT</link> Interview betont der Ökonom Werner Onken die Aktualität der Gesellschen Ideen und die Bedeutung der Umlaufsicherung. Auch dieser Beitrag verweist darauf, dass Gesells Forderung an prominenter Stelle diskutiert werden: „Aktuell ist der Harvard-Ökonom Gregory Mankiw zu nennen, einer der wichtigsten Wirtschaftswissenschaftler der Gegenwart, Bestsellerautor und unter Präsident Bush senior Berater der Regierung. Er hat in einem Artikel in der New York Times über mögliche Wege aus der Finanzkrise auf Gesell hingewiesen und geschrieben, dass es an der Zeit sei, über seine Ideen nachzudenken.“

Es ist zu hoffen, dass die etwas sperrige Kombination aus Geld und Bodenreform von mehr Nachwuchswissenschaftlern aufgegriffen und weitergeführt wird. Hierfür braucht es mutige, zum Querdenken bereite, Wissenschaftler. Im karriereorientierten Hochschulbetrieb sind solche Persönlichkeiten leider selten geworden.

Empfehlen Sie die Artikel weiter und schüren sie so die Neugier auf plausible, ökonomische Lösungsansätze. Viele weitere Empfehlungen finden Sie auf den Seiten der „<link www.silvio-gesell.de/html/150__geburtstag.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">Zeitschrift für Sozialökonomie</link>“  und auf der Seite „<link www.nwo.de/aufgelesen/index.php - external-link-new-window "Opens external link in new window">Die Natürliche Wirtschaftsordnung</link>“.

Klaus Willemsen, 19. März 2012

Der Autor ist freier Referent und ehrenamtlicher Vorstand der „<link www.inwo.de/&gt;Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung</link> e.V.“.

 

Verwendete Quellen:

<link www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/silvio-gesell-der-erfinder-des-rostenden-geldes/6330904.html&gt;http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/silvio-gesell-der-erfinder-des-rostenden-geldes/6330904.html</link>

<link www.zeit.de/2012/12/Interview-Onken/seite-1&gt;http://www.zeit.de/2012/12/Interview-Onken/seite-1</link>

<link www.silvio-gesell.de/html/150__geburtstag.html&gt;http://www.silvio-gesell.de/html/150__geburtstag.html</link>

<link www.nwo.de/aufgelesen/index.php&gt;http://www.nwo.de/aufgelesen/index.php</link>