<link http: www.faz.net aktuell finanzen anleihen-zinsen nun-erreicht-das-helikoptergeld-auch-die-fed-14339305.html _top external-link-new-window>»Die Bank von Japan besitzt fast keine Optionen mehr« und die <link http: www.faz.net aktuell finanzen anleihen-zinsen nun-erreicht-das-helikoptergeld-auch-die-fed-14339305.html _top external-link-new-window>»Zeit für eine expansivere Geld- und Finanzpolitik ist da«, zitiert die FAZ japanische Fachleute. Dabei betreibt die japanische Notenbank seit Jahrzehnten eine expansive Geldpolitik und beweist damit, dass dieses Mittel wirkungslos ist. Unklar bleibt bei der Berichterstattung der FAZ, warum bei der Diskussion skurriler Lösungsansätze die Ursache der Misere außen vor bleibt. Unklar bleibt auch, warum der plausible Lösungsansatz einer Geldgebühr nicht erwähnt wird.
Die permanente Ausweitung der Notenbankgeldmenge erscheint den Verantwortlichen notwendig, weil die Umlaufgeschwindigkeit der herausgegebenen Geldmenge permanent abnimmt. Immer größere Bestände werden gehortet, die Bereitschaft, überschüssige Liquidität anderen Marktteilnehmern zu marktgerechten Zinsen mittel- und langfristig zu überlassen, schwindet in allen relevanten Währungsräumen. Die Folgen sind bekannt.
Die Lösung kann jedoch nicht darin bestehen, die abnehmende Umlaufgeschwindigkeit durch die Ausweitung der Geldmenge kompensieren zu wollen. Die Geldpolitik in Japan hat dies über 20 Jahre anschaulich verdeutlicht und auch der gesunde Menschenverstand lässt keine andere Interpretation zu. Wenn die Räder blockieren, hilft es eben nicht wirklich, immer mehr Gas zu geben. Es kommt darauf an, die Blockierung, also die Geldhortung aufzulösen.
Sehr geehrter Gerald Braunberger, ob wir es eine weitere Lockerung der Geldpolitik, Helikoptergeld oder eine expansivere Geld- und Finanzpolitik nennen, bleibt sich gleich. Dabei wird versucht, mit einer gefährlichen Medizin Symptome zu lindern, anstatt Ursachen zu beseitigen. Damit ist dieser Ansatz <link http: www.faz.net aktuell finanzen anleihen-zinsen nun-erreicht-das-helikoptergeld-auch-die-fed-14339305.html _top external-link-new-window>»nichts anderes als eine Bankrotterklärung«, wie sie in Ihrem Beitrag »Nun erreicht das Helikoptergeld auch die Fed« Otmar Issing zitieren.
Um der Hortung etwas entgegenzusetzen, bräuchte es zunächst eine angemessene Zinsdifferenz. Dies erreichen wir durch Kosten am kurzfristigen Ende der Zinsstrukturkurve oder durch hohe Zinsen am langen Ende. Letzteres würde viele Staaten, Unternehmen und ganze Volkwirtschaften sehr bald in den Konkurs beziehungsweise Ruin treiben. Daher gilt es die erste Variante zu diskutieren, anstatt sich mit der Floskel »fast keine Optionen« zufriedenzugeben. Diesbezüglich sind Sie und die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefragt.
Klaus Willemsen, 15.7.2016
Lesen Sie dazu bitte auch:
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<link http: www.inwo.de medienkommentare die-dimensionen-der-bargeldhortung external-link external link in new>»Die Dimensionen der Bargeldhortung«.
Verwendete Quelle:
<link http: www.faz.net aktuell finanzen anleihen-zinsen nun-erreicht-das-helikoptergeld-auch-die-fed-14339305.>www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/nun-erreicht-das-helikoptergeld-auch-die-fed-14339305
