Geldreform, Freiwirtschaft und Mariannes Vermächtnis

Helmut Reinhardt, Mitarbeiter der Cashkursgruppe von Dirk Müller in Hamburg, hat eine Rezension von "Mariannes Vermächtnis", dem aktuellen Buches von Wera Wendnagel, ins Netz gestellt. In seinem Beitrag stellt er die Anfeindungen heraus, denen die Gesellanhänger und Freiwirte seit jeher ausgesetzt sind, schlägt einen Bogen zum großen Feld der Geldreformbewegungen und greift dann Aspekte aus dem Leben der Autorin auf.

Der kurze <link www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html - external-link-new-window "Opens external link in new window">Artikel auf Cashkurs.com</link> gibt einen wunderbaren Eindruck davon, wie die Freiwirtschaft von Außenstehenden, kritisch aber mit wohlwollendem Blick, wahrgenommen wird. Ein Absatz beschreibt die desaströse Wirkung von Aktivitäten, die vor allem nach innen gerichtet sind und die entscheidende Zielrichtung des Handelns verfehlen.

"... Überhaupt ist es beklagenswert, dass gerade innerhalb der Geldreformbewegung teils heftige Grabenkämpfe ausgetragen werden, obwohl man sehr ähnliche Ziele verfolgt. Gleichgesinnte werden zu erbitterten Feinden! Auch wenn man nur in kleinsten Punkten oder Ansichten anderer Meinung ist. Sinnvoller wäre es, die Kräfte zu bündeln und die ganze zerstrittene, meist hochintelligente, quer- und freidenkende Bagage für ein halbes Jahr in ein Kongresszentrum zu stecken, um ein gemeinsames, tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln, das von jedem befürwortet werden kann.  ..."

Seit den 1960er Jahren verausgaben sich freiwirtschaftliche Gruppen im Streit darüber, welcher der Protagonisten mit welchem Detail auf dem richtigen Weg ist. Gelegentlich enden solche Auseinandersetzungen sogar vor Gericht und fresse knappe Ressourcen an Geld, Zeit und Motivation. Wie gehen wir damit um? Denken wir mal darüber nach!

Man muss ja nicht gleich hoffen, alle unterschiedlichen Meinungen beseitigen zu können. Es wäre schon viel Potential zu gewinnen, wenn sich alles Engagement mehr nach außen als gegen einen vermeintlichen inneren Feind richten würde. Wir haben ausreichend Argumente, um die öffentliche Diskussion in vielfältiger Weise zu beleben. Wer letztlich recht behält, kann nur die Geschichte entscheiden. Die Rechthaberei und der Kampf gegen den "abweichenden Genossen" ist psychologisch erklärbar. Hilfreich ist dieses Verhalten in keinem Fall.

Wera Wendnagel, Klaus Willemsen, 07. April 2012

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