"Die soziale Polarisierung nimmt zu. In Deutschland haben alle Schichten der Bevölkerung zwischen 2002 und 2007 Vermögen verloren - mit einer Ausnahme: Das reichste Zehntel hat als einziges seine Vermögensposition verbessert."
Der Wissenschaftler warnt vor einer wachsenden Kluft und fordert eine Vermögenssteuer sowie eine höhere Erbschaftssteuer, um private Armut zu bekämpfen. Interessanterweise berichtet die WELT, dass die Rücklagen gleichmäßiger verteilt sind als bisher angenommen. Sie bezieht sich dabei auf die erstmalige Berücksichtigung der Werte für Altersvorsorge und gesetzliche Rente.
"Die Ansprüche der Bundesbürger auf Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung und zusätzlichen gesetzlichen, tariflichen und privaten Altersvorsorge-Verträgen betrugen 2007 rund 4,6 Billionen Euro. Das entspricht im Durchschnitt 67.000 Euro für jeden Erwachsenen. Insgesamt besitzt demnach jeder Bundesbürger ab 17 Jahren hierzulande 150.000 Euro."
Bisher sei das bei der Vermögensberechnung führende DIW von einem durchschnittlichen Nettovermögen von 88.000 Euro ausgegangen. Immerhin weist die WELT auch darauf hin, dass Ökonomen davor warnen, die Anwartschaften mit anderen Vermögenswerten gleichzusetzen.
"Denn tatsächliches Vermögen kann anders eingesetzt werden als das fiktive Vermögen aus den Alterssicherungsssystemen. Tatsächliches Vermögen könne schließlich anders eingesetzt werden als das fiktive Vermögen aus den Alterssicherungsssystemen."
Der Hinweis auf die Verteilung der Spitze der Vermögenspyramide und die Tendenz, dass Reiche immer reicher werden, bleibt in der WELT unerwähnt. Lesen Sie auf INWO.de, warum es zu dieser systematischen Umverteilung kommt.
