Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Matthias Casper sagt dazu „<link http: www.uni-muenster.de religion-und-politik aktuelles jan pm_kapitalismuskritik_der_kirchen.html>Partei- und milieuübergreifend üben Menschen Kritik an der Idee eines unbegrenzten Wachstums und an der sozialen Härte und Ungerechtigkeit des neoliberalen Kapitalismus.“ Auch die Katholische Soziallehre und die Evangelische Sozialethik gewinnen in diesem Umfeld an Bedeutung. Eine Pressemitteilung des Exzellenzclusters der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verweist auf die Forderung des Papstes, das Geld nicht in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.
Prof. Casper: „<link http: www.uni-muenster.de religion-und-politik aktuelles jan pm_kapitalismuskritik_der_kirchen.html>Unter Verweis auf die Kirchenlehre kritisiert Papst Franziskus nun zwar nicht die Marktwirtschaft an sich, doch eine Gewinnmaximierung um jeden Preis. Nicht das Geld, sondern der Mensch solle im Mittelpunkt stehen.“ Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Wohlmeinende Kritik an den ökonomischen Rahmenbedingungen schüttet oft das Kind mit dem Bade aus oder verheddert sich in einzelnen Symptomen. Richtig ist es, das Prinzip Marktwirtschaft zu akzeptieren und die destruktiven Mechanismen des Geldes in den Fokus zu nehmen. Unbegrenztes Wachstum entsteht durch das Prinzip der Verzinsung von Guthaben und Schulden. Dieser Prozess kann nur durch immer größere Ungerechtigkeiten oder einen Crash des Geldwertes beendet werden. Die Kritik am unbegrenzten Wachstum muss die Funktionsweise des Geldes einbeziehen. Die christlichen Kirchen können hierbei auf eine lange Tradition zurückschauen.
Klaus Willemsen, 7.2.2014
Verwendete Quelle:
Pressemitteilung des Exzellenzclusters der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 31. Januar 2014
<link http: www.uni-muenster.de religion-und-politik aktuelles jan pm_kapitalismuskritik_der_kirchen.html>www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2014/jan/PM_Kapitalismuskritik_der_Kirchen.html
