Negativer Zins für gehortetes Geld

„Politiker sollten zur Kenntnis nehmen, dass eine Verdoppelung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes bei sonst gleichen Parametern auch das Bruttosozialprodukt verdoppeln würde. Es reicht also bereits ein zehnprozentiger Anstieg der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, um nachhaltige Effekte für das Wirtschaftswachstum zu erzielen.“

Unter der Überschrift „<link http: www.heise.de tp artikel external link in new>Negativer Zins für gehortetes Geld“ greift Artur Schmidt auf TELEPOLIS einen wichtigen Aspekt der Geldpolitik auf. Der Beitrag ist beachtenswert, da die Beeinflussbarkeit der Umlaufgeschwindigkeit von den Mainstream-Ökonomen völlig verkannt oder ganz ignoriert wird. Dagegen postuliert Schmidt: Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ist elementar.

„Die Tatsache, dass trotz massiver Ausweitung der Geldmenge bisher keine Inflation stattfindet, sondern wir uns in einer deflationären Spirale befinden, ist einzig darauf zurückzuführen, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes während der Eurokrise immer weiter gesunken ist“, schreibt Artur Schmidt in seinem Beitrag „Die Lösung der Eurokrise in Europa“ am 10.07.2012.

Die Begrifflichkeiten sind nach unserer Auffassung zwar nicht ganz sauber und auch einige der Lösungsansätze sind kritisch zu hinterfragen. So ist nicht nachvollziehbar, warum man das Haftungsprinzip der Staaten durch Eurobonds aufgeben sollte. Hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Verweis auf Silvio Gesells Vorschlag am Ende des Beitrags zeigt aber die entscheidende Weichenstellung auf. Die sehr hohe Zahl an Kommentaren weist einmal mehr darauf hin, dass das Thema Beachtung findet. Die Heise Leserschaft ist wieder einmal Trendsetter.

Klaus Willemsen, 17.07.2012

Der Autor ist freier Referent der <link http: www.inwo.de>Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V.

 

Verwendete Quelle:
TELEPOLIS
<link http: www.heise.de tp artikel>www.heise.de/tp/artikel/37/37234/1.html