Podcast: Bernd Senf über das für die Finanzkrise verantwortliche Zinssystem

Die Wirtschaftskrise scheint überstanden, doch ihre Ursachen bestehen weiter, sagt der Volkswirtschaftler Bernd Senf im Interview mit detektor.fm. Der Buchautor geht davon aus, dass weitere Krisen auftreten - und bestätigt die Analysen und Arbeit der INWO.

Senf erklärt im Internetradio (auch als mp3-Download), warum Zins und Zinseszins so gefährlich werden und zu Krisen führen. Problematisch sei das immer schnellere, expontielle Wachstum, das auch in anderen Bereichen auf Dauer zerstörerisch sei. Bei 5% Zinsen würde sich beispielsweise ein Geldbetrag innerhalb von etwa 15 Jahren verdoppeln.

Aus der Dynamik des Zinssystems könne man ableiten, dass sich die Entwicklung zwangsläufig zuspitzen muss. Schließlich können Geldvermögen nur wachsen, wenn entsprechend auch die Schulden wachsen. Diese Schulden müssen mit einem jährlichen Zins bedient werden. Das dazu nötige Wirtschaftswachstum könne aber nur begrenzt mithalten. Auf Dauer sei das unmöglich.

Auf die Frage nach Alternativen nennt Senf den Begründer der Natürlichen Wirtschaftsordnung, Silvio Gesell, und dessen Idee der Umlaufsicherung für Geld. Nötig für eine breite Diskussion dieser und anderer Ideen ist für den Buchautor ein Bewusstsein über die destruktive Dynamik des Zinssystems. Genau da setzt die INWO an.