Laut der Studie für Vermögensberater von Merrill Lynch und Capgemini kommen die Millionäre dieser Welt zusammen auf 39 Billionen Dollar, wie der SPIEGEL berichtet:
"Noch drastischer ist die Entwicklung bei den Superreichen. Menschen mit einem Bar-Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar konnten sich im vergangenen Jahr über einen Zuwachs von 21,5 Prozent freuen. Lediglich 0,9 Prozent der Wohlhabenden zählen zu diesem erlauchten Kreis, aber ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 35,5 Prozent."
Das meiste Geld sammele sich nach wie vor in den USA, Japan und Deutschland. Dort habe im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Wohlhabenden gewohnt. Bedeutend schneller wachse die Zahl der Reichen allerdings in den sogenannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China.
Bemerkenswert findet der SPIEGEL den Trend zu "nachhaltigen Investitionen": Mehr als 50% aller Reichen suche nach Möglichkeiten, "ihr Geld zum Wohle der Menschheit arbeiten zu lassen". Als "bestes Beispiel" werden Warren Buffett und Bill Gates genannt, die dazu aufgerufen haben, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für das Allgemeinwohl zu spenden. Ihr Credo laute dabei: "Wenn der Staat nicht kann oder will, dann muss die Umverteilung von Reich zu Arm eben direkt erfolgen."
Wirklich nachhaltig wäre es dagegen, wenn der Zuwachs der Vermögen nicht auf Kosten der Allgemeinheit geschehen würden. Die kann zwar nun möglicherweise auf großzügige Spenden hoffen, wird aber nach wie vor maßgeblich für die steigende Zahl der Millionäre sorgen, ohne es zu wissen. Denn mindestens 80% zahlen ständig mehr Zinsen als sie einnehmen. Schließlich arbeitet nicht das Geld, sondern die Menschen arbeiten, auch wenn Banken in ihrer Werbung und auch der SPIEGEL das Gegenteil behaupten.
