Verbraucherschützer fordern mehr Staatshilfe bei Stromkosten

Im Sommerloch greifen WELT-online, der Bayerische Rundfunk und andere Medien eine Monate alte Äußerung auf und machen Stimmung für eine widersinnige Forderung einiger Funktionäre. „Verbraucherschützer fordern eine Entlastung der Privathaushalte bei den Stromkosten. Die Entwicklung der Strompreise sei "absolut unzumutbar", sagte der Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel.

Im Auge hat <link http: www.handelsblatt.com politics-verbraucherschuetzer-mehr-staatshilfe-bei-stromkosten external-link-new-window external link in new>Krawinkel laut Handlsblatt dabei nicht die Renditen der Stromkonzerne oder die Preisentwicklung bei Öl und Gas, sondern ausgerechnet die Förderung der Solarenergie. Die Verbraucherzentralen in Berlin und NRW setzen aber leider am falschen Punkt an. Die knapper werdenden Energieträger sind für das Klima und die Verbraucher eine weltweite Herausforderung. Damit die Menschheit sparsamer mit diesen Gütern umgeht, müssen sie teurer werden. Da hilft es weder die Großverbraucher noch die Kleinverdiener zu subventionieren.

Uns Verbrauchern ist geholfen, wenn durch energiesparende Geräte, Isolation der Gebäude und eine effizientere Mobilität Energie eingespart wird. Hier gibt es noch viel zu tun. Punktuell Energiesteuern zu senken, wie es auch der ADAC gerne mal zur Entlastung der Autofahrer fordert, die den Bürgern dann an anderer Stelle wieder aus der Tasche gezogen werden, hilft niemandem. Auch die <link http: www.handelsblatt.com politik deutschland verbraucherzentrale-15-prozent-der-deutschen-droht-energiearmut external-link-new-window external link in new>Kritik des Sozialverband VdK, die Regierung habe „die soziale Dimension der Energiewende nicht im Blick“, greift zu kurz. Die hohe Belastung der immer zahlreicher werdenden armen Menschen muss auf der Einkommensseite bekämpft werden und nicht durch eine populistische Forderung nach billiger Energie. Denn diese Politik würde uns alle schon sehr bald nicht mehr zu bewältigende Kosten verursachen.

Klaus Willemsen, 08.08.2012
Der Autor ist freier Referent der <link http: www.inwo.de>Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V.

Verwendete Quellen:
Welt-online 08.08.2012
<link http: www.welt.de newsticker news3 article108504653 verbraucherschuetzer-fordern-entlastung-bei-stromkosten.html>www.welt.de/newsticker/news3/article108504653/Verbraucherschuetzer-fordern-Entlastung-bei-Stromkosten.html

Handelsblatt vom 28.05.2012
<link http: www.handelsblatt.com politics-verbraucherschuetzer-mehr-staatshilfe-bei-stromkosten>www.handelsblatt.com/politics-verbraucherschuetzer-mehr-staatshilfe-bei-stromkosten/6681082.html

Handelsblatt vom 29.04.2012
<link http: www.handelsblatt.com politik deutschland verbraucherzentrale-15-prozent-der-deutschen-droht-energiearmut>www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verbraucherzentrale-15-prozent-der-deutschen-droht-energiearmut/6570848.html