Wozu brauchen Sie 2000 € Bargeld?

Für jeden EU-Bürger hat die EZB 2000 € in Bargeld gedruckt und in Umlauf gebracht. 2000 € für den deutschen Handwerker, für den portugiesischen Landwirt, für die irische Rentnerin, für die griechische Lehrerin und auch für jedes Kind in Europa. Ein kompletter Irrsinn, doch alle Ökonomen schweigen.

Der Wert der insgesamt ausgegebenen Banknoten liegt bereits bei etwa 950 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Mit ökonomischer Notwendigkeit oder der wirtschaftlichen Entwicklung hat dies nicht viel zu tun. Auf dem Gipfel der Wirtschaftsaktivitäten vor der Finanzkrise 2008 „nutzten“ die EU-Bürger knapp zwei Drittel der derzeitigen Bargeldmenge. <link http: de.statista.com statistik daten studie umfrage wert-der-im-bargeldumlauf-befindlichen-euro-banknoten>„Zum Ende des Jahres 2007 belief sich der Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten des Eurosystems auf rund 676,6 Milliarden Euro.“ (Statista) Kritische Stimmen dazu findet man praktisch nicht.

In seiner Rede am 15. Januar 2014 freut sich Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, über die massive Ausweitung der Bargeldmenge und insbesondere darüber, dass die Euroscheine ein <link http: www.bundesbank.de redaktion de reden>"beliebtes Wertaufbewahrungsmittel" auch außerhalb des Euroraumes darstellen.

Sehr geehrter Herr Thiele,
liebe Ökonomen,

Bargeld ist kein Wertaufbewahrungsmittel. Wenn die Menschen Geldscheine horten anstatt sie für ihre Transaktionen zu nutzen, läuft etwas schief. Wenn die Geldmenge sich vervielfacht und immer mehr Geld gehortet statt weitergegeben wird, muss man nach den Ursachen fragen. Es ist ein Skandal, dass Notenbanker und viele andere Ökonomen diese Entwicklung schönreden. Eine stabile Währung braucht eine solide Geldpolitik und kein schönreden irrwitziger Entwicklungen.

Klaus Willemsen, 28.10.2014

Verwendete Quelle:
de.statista.com/statistik/daten/studie/207738/umfrage/wert-der-im-bargeldumlauf-befindlichen-euro-banknoten/
www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2014/2014_01_15_thiele.html